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Klassifikationsprogramm Xmed

Leistungsfähige Textanalyse inbegriffen

Xmed von Gregori und Luz (Dissertation zum Dr. rer. med. von Luz: 'Xmed vom Freitext zum Kode', Dissertation von Gregori in Frankfurt und Berlin zum Dr. Ing. 'Klartextverarbeitung als integraler Bestandteil medizinischer Dokumentation' ) ist Nachfolger des bewährten 'KLASS'-Systems für BAIK (vgl. BAIK-Buch S. 45). Die besondere Stärke von Xmed liegt in der Klartextklassifikation. Es enthält ein veritables Übersetzungsprogramm, TRANSSOFT von W. Moore, das zunächst narratives Deutsch zu standardisiertem übersetzt.

TRANSSOFT wurde von Moore für die Übersetzung eines Pathologie-Buches aus dem Deutschen ins Englische entwickelt. Gemeinsam haben Moore (Johns Hopkins Baltimore) und ich es dann weiterentwickelt für Englisch-Deutsch und DXplain von Octo Barnett damit übersetzt und dann die Deutsch-Deutsche Version angeschlossen für Xmed zur Standardisierung narrativer medizinischer Texte.

Bei der Übersetzung wurden auch zeitliche, kausale und intentionale Relationen medizinischer Sachverhalte festgestellt. Sachverhalte und ihre Relationen dienten dann als Input für regelbasierte Klassifikationszweige für Diagnosen (ICD-10) und Prozeduren (IKPM/OPS). Dabei spielten der Thesaurus, Relationen (zeitliche, kausale und intentionale) sowie Regelwerke eine zentrale Rolle.

Xmed hat sich an Millionen von Datensätzen bewährt und ging aus einem anonymen Vergleichstest der Bundesärztekammer als Sieger hervor: Drei Systeme waren beteiligt, zwei kommerzielle und Xmed. Der Beurteiler (Dr. Graubner) kannte das benutzte System nicht.

Xmed war geeignet, aus dem Datengemisch der elektronischen Patientenakte eine standardisierte Meta-Krankengeschichte als Basis für den Forschungszyklus des BAIK-Modells zu erzeugen. (Leider wurde es seit meiner Emeritierung 2003 nicht mehr gepflegt, könnte jedoch mit mäßigem Aufwand reaktiviert werden.)